Zeichnen für Anfänger – 7 Tipps für dich!

Zeichnen für Anfänger ist nicht immer einfach. Gerade zu Beginn tut man sich schwer. Man weiß nicht so Recht was man machen soll und hat ständig das Gefühl talentlos zu sein. Ist der Frust dann irgendwann groß genug, lässt man den Bleistift einfach fallen und geht zurück ins Bett.

Nur Mut – Talent ist nicht alles!

Wenn dir das bekannt vorkommt dann können wir dich hoffentlich ein wenig aufmuntern. Zeichnen für Anfänger ist nicht so schwer wie du denkst. Du musst auch nicht zwingend ein angeborenes Talent dafür besitzen, wie viele behaupten. Mit Mühe und Fleiß kann jeder zeichnen, auch du! Wichtig ist, dass du am Ball bleibst und viel, viel, viel übst.

Um es dir zu Beginn etwas einfacher zu machen, geben wir dir heute 7 Tipps mit auf den Weg, die dir als blutigen Anfänger sicher helfen werden.

1. Setze dich selbst nicht unter Druck

Denke immer daran: Egal ob deine Zeichnung auf Anhieb gelingt oder nicht – setze dich selbst nicht unter Druck, indem du erwartest das perfekte Bild zu zeichnen. Selbst große Künstler sind anfangs gescheitert und haben erst über mehrere Jahre gelernt richtig gut zu zeichnen. Inspiration lässt sich nicht erzwingen und ein lateinisches Sprichwort besagt: ,,Keiner wird als Meister geboren’’. Also taste dich immer schön langsam an die Materie heran und steigere im Laufe der Zeit deine Beobachtungsgabe. Verweilen auch nicht allzu lange an einem Bild. Ein Zeitlimit von 20 oder 30 Minuten ist für Anfänger absolut ausreichend.

2. Immer schön locker bleiben

Bevor du anfängst zu zeichnen, solltest du dich erst einmal ein wenig locker machen, denn Verkrampfungen oder sogar kalte Finger blockieren das kreative Arbeiten. Schüttele daher erst mal ein wenig die Hände aus und beuge die Finger. Das sorgt für eine gute Durchblutung und entspannte Hände. Im Anschluss nimmst du dir einen einfachen Bleistift und rotieren diesen über ein Blatt Papier. Zeichne Kreise und Ovale. Mal größer, mal kleiner. Sei dabei dynamisch, schwungvoll und übersteige hin und wieder deine Bewegungen. Tob dich mal so richtig aus und lass deiner Hand einfach freien Lauf. Das Ergebnis ist dabei völlig egal!

3. Mach es dir leicht

Weniger ist oftmals mehr. Das gilt auch für das Zeichnen für Anfänger. Beginne nicht direkt mit schwierigen Darstellungen oder Objekten. Vor allem sei nicht zu verbissen und verliere dich nicht im Detail.
Entscheide dich lieber für leichte Motive wie z.B. ein Strichmännchen oder auch kleine Ausschnitte von einfachen Objekten. Komplexe Motive wie sie bspw. in der Architektur vorkommen sind gerade am Anfang nicht zu empfehlen, da hierzu die Perspektive mitberücksichtigt werden muss und das Anfänger einfach nur überfordert. Das gilt auch für Aktzeichnungen.

4. Aktiviere dein imaginäres Auge

Schließe hin und wieder deine Augen und aktiviere dein imaginäres Auge. Versuche dabei die Gegenstände, die zu zeichnen möchtest intensiv zu fühlen und sie „blind“ zu zeichnen. Die haptische Wahrnehmung, also das tastende Begreifen, wie die rauhe Oberfläche einer Ananas oder die Kühle einer Glasflasche, hilft die Objekteigenschaften besser zu erleben.
Lass hin und wieder deinen Bleistift konzeptlos über das Blatt Papier gleiten. So festigst und entwickelst du ein gutes Gespür für eine selbstverständliche Linienführung.
Diese erfolgreiche Methode des intuitiven Zeichnens wandte gelegentlich auch der katalanische Künstler Joan Miró (1893 – 1983) an.
Kaufe dir am besten einen kleinen Skizzenblock und mache ihn zu einem treuen Begleiter. Skizziere an unterschiedlichen Orten, denn Zeichnen für Anfänger erfordert sehr viel Praxis.

5. Stehe zu deinem Kunstwerk

Zeichne ohne Radiergummi und stehe  zu all deinen Patzern. Zeichnen, speziell für Anfänger ist schwierig; dies bemerkte bereits das italienische Multitalent Leonardo da Vinci (1452 – 1519).
Sei mutig! Das Scheitern eines Bildes gehört zu kreativen Prozessen.
Hebe , besonders am Anfang, alle Arbeiten auf. Beschriften die Blätter und versehe sie mit einem Datum. Ratsam ist es, in regelmäßigen Abständen die Arbeiten miteinander zu vergleichen. Die sichtbaren Fortschritte motivieren und dienen zur Fehlererkennung und fachmännischen Analyse.

6. Benutze Hilfsmittel

Wenn du dir beim zeichnen noch unsicher bist, dann greife auf geeignete Hilfsmittel zurück wie z.B. Lineale, Schablonen oder auch einen Leuchttisch. Diese helfen dir, gerade zu Beginn, ein wenig Ordnung in deine Zeichnungen zu bringen. Ziel sollte es dennoch sein, dauerhaft auf Lineale und Schablonen zu verzichten, da Sie deine Kreativität und die Phantasie hemmen. Ein Leuchttisch hingegen hilft dir deinen Grobentwurf in die Reinzeichnung zu bringen, ohne das du das Bild nochmal neu zeichnen musst.

7. Hole dir wertvolle Tipps von Profis

Suche nach Youtubern die dir online viele wertvolle Tipps zum Thema Zeichnen geben. Oder kaufe dir ein geeignetes Buch mit vielen Erklärungen und Praxisbeispielen, die du ganz einfach nachzeichnen kannst. Schaue dir hierzu am besten folgenden Beitrag an: Zeichnen lernen – 5 Buchtipps

Fazit – Zeichnen für Anfänger:

Zeichnen für Anfänger ist kein Buch mit sieben Siegeln. Jeder kann diese wundervolle Betätigung erlernen, egal ob man nun ein Naturtalent ist oder nicht. Wichtig ist, dass man fleißig und konstant übt und keine Angst hat etwas falsch zu machen. Die perfekte Zeichnung gibt es nicht! Wenn du die oben genannten Punkte beachtest und immer schön am Ball bleibst, dann wirst du mit Sicherheit in ein paar Monaten deutliche Fortschritte sehen!